Zahnimplantate

Ein Zahnimplantat dient als Träger für Zahnersatz wie Brücken, Kronen uvm. Ihr Zahnarzt Dr. Frank Bias in Hergiswil ist Experte im Bereich Zahnmedizin und Zahnersatz. Wir beraten Sie professionell und mit Empathie rund um das Thema Zahnimplantate. 
Zahnimplantat

Warum Zahnimplantate?

Die Ausgangssituation ist oft Folgende: Ein Zahn oder der dazugehörige Zahnhalteapparat waren so schwer erkrankt, dass dieser Zahn entfernt werden musste. Daraus resultiert eine Zahnlücke. Diese ist Gebiss-statisch eher ungünstig und auch ästhetisch wird sie oft als störend empfunden. Ein Schluss dieser Zahnlücke kann durch ein Implantat erreicht werden.

Was sind Zahnimplantate?

Das Wort Zahnimplantat beinhaltet „Implantat bzw. Implantation“. Implantation bedeutet die Einbringung einer Titanschraube als Zahnwurzelersatz in den Kieferknochen. Das Implantat dient hier als Träger, beispielsweise für herausnehmbaren Zahnersatz oder Brücken oder Kronen.

Wie funktioniert das Prinzip der Implantation?

Das Prinzip der Implantation funktioniert dahin gehend, dass die Titan-Implantate, die in den Knochen eingebracht werden, eine spezielle Oberfläche haben. Diese bringt den bestehenden Knochen dazu, an diese Oberfläche anzuwachsen.

Wie macht man Zahnimplantate?

Bei der Implantation wird so vorgegangen, dass der Knochen in dem Bereich wo die alte Zahnwurzel war vorbereitet wird, ein sogenanntes Implantat-Bett geschaffen wird und ein Implantat sprich eine Titanschraube in den Knochen eingebracht wird. Diese muss anschließend 3 Monate einheilen. Danach wird sie mit einer prothetischen Konstruktion versorgt.

Zahnimplantate in der Schweiz
Röntgenaufnahme für Zahnimplantate

Kann jede Zahnwurzel durch ein Implantat ersetzt werden?

Ob eine Zahnimplantation durchgeführt werden kann, muss natürlich vorher abgeklärt werden.

Zum einen sollte abgeklärt werden, ob genug Knochen in diesem Bereich vorhanden ist - sowohl in der Höhe als auch in der Breite. 

Ist die Schleimhautstruktur so, dass man das Implantat prothetisch so setzen kann, dass man das Implantat ästhetisch nicht von den anderen Zähnen unterscheiden kann.

Funktionieren Implantate auch bei Milchzähnen bzw. oder verlorengegangene Milchzähnen?

Nein, Zahnimplantate bei Milchzähnen werden nicht gemacht. Verloren gegangene Milchzähne kann man nicht implantieren. Denn nach Milchzähnen folgen die bleibenden Zähne und man durch eine Implantation den Zahnkeim des bleibenden Zahnes schädigen.

Wie wird ermittelt, ob ein Implantat gemacht werden kann?

Um zu sehen, ab wann ein Zahnimplantat sinnvoll ist, wird eine Implantat-Abklärung gemacht. Dafür braucht man von der betreffenden Stelle Folgendes:
  • Röntgenbilder
  • Zahnfleischdickenmessungen
  • Abdrücke des Kiefers
  • und gegebenenfalls ein digitales Volumentomogram um Knochengegebenheiten im 3D darzustellen.
  • Bei Patienten mit Blutverdünnung muss diese vorher abgesetzt werden, weil sonst eine erhöhte Blutungsneigung besteht.

Wie lange ist die Einheilzeit eines Implantates im Knochen?

Die Einheilzeit eines Implantates beträgt je nach Knochenbeschaffenheit und erreichter Primärstabilität ca. 3 Monate, kann aber variieren. Danach sind die Zahnimplantate normal belastbar.

Sind Zahnimplantate schmerzhaft?

Schmerzen bei einer Implantation sind eher nicht zu erwarten, können aber vorkommen. Viele Patienten berichten, dass das Herausnehmen des Zahnes etwas schmerzhafter/unangenehmer war als die Implantation selbst.

Zahnimplantate in der Schweiz

Was sind die Risiken und Nebenwirkungen einer Implantation?

Möglich sind eine anhaltende Blutung und Schwellung eine Verfärbung (Bluterguss) der Haut, sowie Muskel- und Weichteilverletzungen und eine Schädigung des Nachbarzahnes.

Spezielle Risiken bei der Implantation im Oberkiefer:

  • Kieferhöhleneröffnung: Infektion der Kieferhöhle
  • Blutung in die Kieferhöhle Perforation des Nasenbodens: Infektion, Blutung im Bereich des Nasenbodens

Spezielle Risiken im Unterkiefer:

  • Nervenverletzung: Nervus alveolaris inferior. Nervus mentalis mit dem möglichen Verlust der Gefühlsempfindung der vorderen Lippen-Kinnregion der betroffenen Seite.
  • Nervenverletzung: Nervus lingualis (Zungennerv) mit dem möglichen Verlust der Gefühls- und Geschmacksempfindung der vorderen 2 Drittel der betroffenen Zungenseite.
  • Knochenverletzung: Bruch des Unterkieferastes

Endlich wieder lückenlos Lachen mit Zahnimplantaten

Keine Schmerzen beim Zahnimplantat

Was kosten Zahnimplantate in der Schweiz?

Die Kosten sind je nach Aufwand individuell verschieden in Abhängigkeit des Umfanges des Eingriffs. Gern besprechen wir die Details in einem Termin bei uns in der Praxis.

Sind Implantate steuerlich absetzbar?

In einigen Kantonen und Gemeinden können Zahnarztrechnungen, die einen bestimmten Betrag übersteigen, steuerlich geltend gemacht werden. Das ist jedoch in den Gemeinden und Kantonen in der Schweiz verschieden.

Wie wird ein Zahnimplantat gemacht?

Das ist der reguläre Ablauf für ein Zahnimplantat:

Nach einigen (oben genannten) Voruntersuchungen wie der Zahnfleischdickenmessung, den Röntgenbildern, der Anfertigung von Modellen und der Herstellung einer Borschablone, kommt der Patient in die Zahnarztpraxis und wird vorbereitet - mit einer Anästhesie und Medikamenten.

Im Vorfeld wurde die Praxis vorbereitet für die Implantation, das heißt ein Raum der Praxis wurde möglichst gut desinfiziert und jede Menge Instrumente wurden steril verpackt und aufbereitet.

Nach der Anästhesie wird der Patient in einen anderen Behandlungsraum geführt.

Dann bereiten sich Zahnarzt und die Assistentin auf die Implantation vor, auch das wird unter möglichst sauberen Bedingungen gemacht, das heißt Arzt und Assistenz desinfizieren sich gründlich die Hände und ziehen sich steril an. 

Ablauf eines Zahnimplantats

Zu Beginn der Implantation wird das Zahnfleisch in dem Implantationsgebiet aufgeklappt, das heißt man macht einen kleinen Zahnfleischkammschnitt und klappt das Gewebe zur Seite, sodass man an den Knochen kommt.
In einer definierten Abfolge von Bohrern wird das Implantat-Bett, das ist der Bereich wo das Implantat später hereingeschraubt wird, vorbereitet. Wenn das soweit ist, wird das Implantat mit einer bestimmten Kraft in den Knochen eingeschraubt.

Zum Schluss wird die Wunde ordentlich vernäht und das Implantat kann in Ruhe in rund 3 Monaten einheilen.

Wie sollte man sich nach einer Zahnimplantation verhalten?

Nach einer Zahnimplantation sollte man vorsichtig sein und auf Sportarten, wie zum Beispiel Ballsport, kurzzeitig verzichten sodass kein Ball auf die Stelle der Implantation treffen und so ein Einheilen des Implantates gefährden könnte.

Wir empfehlen, genau wie bei Zahnextraktionen, ganz normal weiter zu leben, wenn es zu einer Schmerzentwicklung oder zu einer Blutung kommt war die letzte Tätigkeit zu viel.

Was sind die Ausschlusskriterien für ein Zahnimplantat?

Wenn die anatomischen Voraussetzungen nicht gegeben sind (zu wenig, oder zu dünner Knochen).

Eine Implantation bei Rauchern. Wenn der Patient bereit ist 1 Woche auf Nikotin zu verzichten, ist eine Implantation möglich, allerdings ist der Konsum von Nikotin immer ein Risikofaktor für ein Implantat, auch für ein eingeheiltes Implantat.

Außerdem Patienten mit einer starken Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates), da diese Keime ein Einheilen des Implantates verhindern. In diesem Fall muss erst die Parodontose behandelt werden.

Wie lange halten Zahnimplantate?

Wenn ein Implantat seriös gesetzt wurde, ist ein Implantat eine lebenslange Versorgung Außer es sind Risikofaktoren vorhanden, wie z.B. ein Diabetes Mellitus oder eine andere Stoffwechselerkrankung oder auch Nikotin.  Eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt (mindestens 2x/ Jahr) ist für einen Langzeiterfolg einer Implantation unerlässlich.

Wann kann ein Implantat belastet werden?

Zahnimplantate sind frühestens ab 3 Monaten nach der Implantologie belastbar.

Nach diesem Zeitraum kommt es zu einer Freilegung, also zu einer Darstellung der Implantatschulter unter dem Zahnfleisch, zu einer Ausformung des Zahnfleisches mithilfe eines Gingivaformers und anschließend mit Abdrücken zu einer Kronenversorgung.

Zahnimplantate Vor- und Nachteile

Die Vorteile

Ein Zahn kann als Einzelzahn ersetzt werden, ohne eine Brückenkonstruktion was bedeutet, dass die Reinigbarkeit der Interdentalräume vor und hinter dem Implantat gegeben ist, im Gegenteil zu einer Brücke, bei der die Interdentalräume verblockt, sind, um die Brückenkonstruktion zu erstellen.

Bei guter Pflege hält ein Implantat ein Leben lang, und kann so, später als tragendes Element für eine eventuelle Brückenversorgung oder eine prothetische Versorgung verwendet werden.

 

Die Nachteile

Ein Implantat ist Reinigungsintensiv. Ein Implantat sollte mindestens 2x im Jahr durch einen Zahnarzt oder eine Prophylaxefachkraft gereinigt werden, das heißt 2x im Jahr sollte man zur Zahnreinigung. Außerdem sollte ein implantatgetragener Zahnersatz täglich mit Zahnseide und/oder Interdentalbürsten gereinigt werden.

Eine implantologische Versorgung ist sehr zeitintensiv. Eine Komlettversorgung eines Einzelzahnimplantates, vom Herausnehmen des Zahnes, bis zur Wiedereingliederung der Implantatkrone, dauert 6-8 Monate. 

Ein weiterer Nachteil der Implantologie stellt sich durch die Tatsache dar, dass wenn ein Implantat durch eine Periimplantitis verloren geht und herausgenommen werden muss geht des meistens mit einem relativ grossen Knochendefekt einher, welcher erst wieder aufgefüllt werden muss, um neu implantieren zu können.

Wie verträglich sind Zahnimplantate?

Implantate sind äußerst gut verträglich. Uns ist kein Fall bekannt, in welchem ein Zahnimplantat nicht vertragen wurde. Das Implantat-Material besteht aus Titan, versehen mit einer speziellen Oberfläche. Titan ist übrigens das gleiche Material, das für künstliche Gelenke verwendet wird . Unverträglichkeiten liegen bei unter 5%. 

Welche Hersteller liefern Implantate?

Zahnimplantat Hersteller sind Biotechfirmen wie 

  • Straumann
  • Camlog
  • Astra
  • Thommen Medical

Wo werden Implantate hergestellt?

Die seriösen Implantathersteller wie Camlog, Straumann, Thommen oder Astra lassen Implantate hauptsächlich eben in Deutschland in der Schweiz - und teilweise auch in den USA herstellen.

Wo sollte man sich implantieren lassen?

Implantate sollte man grundsätzlich nur bei einem Zahnarzt oder bei einem Kieferchirurgen machen lassen, dem man vertraut. Bei komplexen Fällen, an die sich der Hauszahnarzt nicht traut, überweist dieser die Patienten zu einem Kieferchirurgen.
Wichtig hierbei ist, dass man immer nur zu dem Kieferchirurgen überwiesen werden sollte, zu dem der Zahnarzt auch gehen würde, wenn er ein Implantat bräuchte.
Wenn man mit einem schlechten Gefühl an so eine Versorgung heran geht ist es meistens kein gutes Zeichen und ein Zeichen von mangelnder Information.

Wie entfernt man Zahnimplantate?

Zahnimplantate, die entfernt werden (falls es nötig ist), müssen oftmals operativ entfernt werden, da sie so fest einheilen, dass es wenig Möglichkeiten gibt ein Zahnimplantat nicht operativ zu entfernen. Es sei denn, es ist durch eine Periimplantitis schon so stark gelockert, dass man es einfach herausnehmen kann.

Zahnimplantate müssen zur Vorbeugung einer Peirimplantitis sehr intensiv gereinigt werden. Dafür eignen sich Interdentalbürsten, Zahnseide und Superfloss. Eine desinfizierende Mundspülung hilft auch eine Periimplantitis vorzubeugen.

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Dr. Bias ist ausserdem seit April 2018
diplomierter Bier-Sommelier

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